SANTIAGO - Rosenkranz Triathlon

„Es ist nicht wenig Zeit die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nützen".

Die erste Erwähnung des Jakobsweges scheint im Jahre 1047 auf, als in der Provinz Palencia in einer Urkunde des Hospitals von Arconada die nordspanische Hauptverkehrsachse als – der Weg der seit alten Zeiten von Pilgern des Heilligen Jakobus und Peter und Paul begangen werde – bezeichnet wird. Seit 1993 ist der spanische Hauptweg in das UNESCO-Welterbe aufgenommen worden. Ab 2020 beginnt ein Reiseprojekt auf einem vielschichtigem Weg. Nicht nur alleine spirituelle, sondern auch historische und kunsthistorische, naturgegebene und architektonische, für uns zudem photographische und medientechnische Begebenheiten, eine Menge an vinophilen Fragen bis kulinarischen Fakten, allzu menschliche Erlebnisse und zuletzt viel überraschende Momente - das fordern wir auf der Route am Camino heraus. Es offenbart sich eine spezielle Art von Reise, die den Jakobsweg in dieser Form bis dato noch nicht gefordert hat.

Pilgern bedeutet dem Leben eine neue Richtung zu geben, sich eine Weile aufs Wesentliche zu beschränken, nur das Notwendigste mitzunehmen um Ballast abzuwerfen, Sorgen und Anliegen mit auf den Weg nehmen. Du hast die Möglichkeit Stress abzubauen, dich der Natur zuzuwenden und dabei den eigenen Lebensweg zu reflektieren. Andere wollen im Gehen Klarheit gewinnen, dem Alltag entfliehen oder sind auf Suche nach dem Sinn des Lebens. Viele sind dabei ihren Gott zu finden, zumindest den großen Baumeister aller Welten. In jeder Form bringt es die Klarheit der Gedanken. Eine noch größere Dimension offenbart sich dir, diesen Weg mit deinem eigenen Sohn beschreiten zu dürfen. Dieses Glück wird mir beschieden sein. Blut ist ja bekanntlich dicker als Wasser. Und der Camino ist auch ein Band fürs Leben.

Es ist mir erneut ein Anliegen die Betrachtungen eines kunst- und kulturhistorischen Photographen, wie üblich als autobiographische Notitzen, später in einem weiteren Buch präsentieren zu können.